
Unser Haus ist fertig!
Drei Wochen Urlaub, um mit vier Menschen und einem Dackel von A nach B zu ziehen – sollte zu schaffen sein; mittlerweile sind wir in der Mitte der zweiten Woche und können sagen, daß das Gröbste hinter uns liegt. Klar, es sind noch ein Paar Details zu klären/machen/organisieren – aber das sollten keine großen Hürden mehr sein.
Letzte Woche haben wir im Prinzip drei Tage lang Schränke zusammengebaut und am Schluß hatten wir eine echte Haß-Liebe zu Pax & Co; Haß, weil es einfach nicht aufhören wollte, Liebe, weil – System einmal gecheckt – es zack-zack geht und wieder steht ein Schrank. Also Montag kaufen (1,2 t insgesamt, sagte ich das schon?), Dienstag und Mittwoch schrauben. Während ich schwitzend und fluchend aus einer Unzahl von Einzelteilen eine Pax Schiebetür nach der anderen bastele, stellen unsere Zimmermänner die letzten Innentüren fertig. Fast schade, daß es jetzt wirklich zu Ende ist, es war eine schöne Zeit. Wir feiern Mittwoch Abend mit Pizza und Rotwein und auf dem Boden schlafenden Kindern einen fröhlichen aber auch etwas traurigen Abschied. Donnerstag und Freitag dann packen wir in unserem alten zu Hause Kisten und betreiben aktiven Rückbau, demontieren, was zu demontieren ist und füllen einen weiteren Container mit Schrott.
Samstag dann ist der große Tag und WIR ZIEHEN UM! Dank vieler Helfer ist die ganze Aktion um halb eins bereits über die Bühne gegangen und wir sitzen alle zwischen und auf Kartons und freuen uns über Würstchen mit Kartoffelsalat.
Und dann sind wir allein – und es ist vorbei, wir sind drin!

- Das Ende (und der Anfang)
Jetzt beginnt das große Kisten-Auspacken, wegsortieren, Baumarkt-fahren - die Einrichtungsphase. Es ist anstrengend aber auch gleichzeitig toll. Die letzten Gewerke springen noch herum, der Elektriker baut die Sat-Schüssel auf (verdammter Baum!) und die Küchenbauer zaubern aus unserer alten Küche eine tolle, neue.
Damit ist dies auch vorerst der letzte Eintrag in unserem Baublog; vor so ziemlich genau einem halben Jahr habe ich die Bauanzeige abgegeben – heute sind wir drin. Wir freuen uns, daß im Großen und Ganzen alles super gelaufen ist. Wenn ich so zurückblicke, muß ich sagen, daß das schlimmste am ganzen bauen die Auseinandersetzung mit der Telekom war. Und das ist bei so einem Projekt eigentlich doch ein gutes Zeichen, oder?
Ganz verwegen könnten wir fast sagen, daß das bauen uns irgendwie sogar Spaß gemacht hat und daß wir eigentlich mit allen “Gewerken” gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Vor allem haben wir uns stets gut betreut gefühlt und jede aufgeregte Frage wurde innerhalb von Stunden konstruktiv gelöst. Glaube, das ist auch keine Selbstverständlichkeit. Vielen vielen Dank an alle, an die Tiefbauer für den heldenhaften Einsatz bei echtem Sauwetter, an unsere Super-Zimmerleute, die unser Haus von der ersten Schwelle bis zur letzten Türklinke stoisch (und im Zeitplan!) gebaut haben, an unseren fröhlichen Dackdecker, an die Elektriker, die jeden Wunsch möglich gemacht haben (nächstes Mal: Motorsäge nicht vergessen), an die Sanitär-Profis, die super-präzise gearbeitet haben und sich bei Fragen immer Zeit genommen haben, an den Maler, der wacker und klaglos im größten Chaos präzise gemalt hat, an die Bodenleger mit ihren 105.601 Stäbchen, an die Fliesenleger, die aus einer Fermacell-Höhle ein super Bad gemacht haben – und natürlich auch noch ein großes Dankeschön an Sebastian Linger und Eksjöhus!